kronosan arthro
 

Entstehung

Um zu verstehen, wie eine Arthrose entsteht, sind einige Hintergrund-Informationen zum Aufbau eines normalen Gelenks vonnöten. Dieses besteht aus Knochen, Knorpel, einer mit Gelenk-Innenhaut ausgekleideten Gelenkkapsel sowie dem Bänderapparat.

Gesundes Kniegelenk

Für eine reibungslose Funktion benötigt ein Gelenk eine möglichst glatte Oberfläche. Diese wird vom Knorpel gebildet.

Er überzieht die Gelenkflächen der Knochen wie eine Schutzkappe. Ein Knorpel ist keineswegs ein totes Gewebe. Er beinhaltet vielmehr Zellen, die ihn zwar langsam aber permanent erneuern und sich dabei selbst regelrecht mit Knorpelsubstanz „einmauern“. Wie alle lebenden Zellen brauchen auch die Knorpelzellen Sauerstoff und Nährstoffe zum Überleben. Weil Blutgefäße im Knorpel stören würden, wird er auf andere Art und Weise versorgt.

Gelenkknorpel

Die gut durchblutete Gelenk-Innenhaut bildet Gelenkflüssigkeit und gibt diese in das Gelenk ab. Die Gelenkflüssigkeit ist sehr zähflüssig und wirkt zwischen den Gelenkflächen wie ein Schmiermittel. Sie kann aber noch mehr, denn sie ist außerdem mit Nährstoffen und Sauerstoff angereichert. Bei jeder Gelenkbewegung wird sie praktisch in den Knorpel „einmassiert“ und stellt so seine Versorgung sicher. Die Gelenkflüssigkeit übernimmt damit im Gelenk die Funktion des Blutes. Um diese Funktion zu erfüllen, muss sie genau wie das Blut ständig in Bewegung bleiben.

Dies wird durch die Gelenkbewegungen erreicht. Eine ausreichende Bewegung ist daher eine Grundvoraussetzung für die notwendige Ernährung des Knorpels.

Typische Gelenksveränderungen bei Arthrose

Als Ursache für die Entstehung einer Arthrose wird heute ein Missverhältnis zwischen dem Nährstoffbedarf und der Nährstoffversorgung des Knorpels angenommen. Dieses Missverhältnis kann drei Ursachen haben:

  • Erstens kann es durch eine Überlastung zustande kommen. Wie die meisten Gewebe benötigt auch der Knorpel bei hoher Belastung mehr Nährstoffe.
  • Zweitens kann es sein, dass die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit nicht in den Knorpel gelangen, weil das Gelenk nicht ausreichend bewegt wird.
  • Und drittens kann der Nährstoffgehalt in der Gelenkflüssigkeit vermindert sein.

Die Folge eines Nährstoffmangels ist eine veränderte Zusammensetzung des Knorpels, die zu krankhaften Gelenkveränderungen führen kann. So wird beispielsweise bei Arthrose fast immer ein verminderter Gehalt an Chondroitinsulfat beobachtet.

Durch den Nährstoffmangel werden die Knorpelzellen in ihrer Funktion beeinträchtigt und sterben schließlich ab. Dadurch fasert der Knorpel mehr und mehr auf und verliert seine glatte Oberfläche. Die rauen Knorpeloberflächen reiben nun bei jeder Bewegung aneinander und erzeugen dabei einen Abrieb, der in der Gelenkflüssigkeit herumschwimmt. Die Folge ist eine rasche Abnutzung des Knorpels. Die abgeriebenen Teilchen lösen an der Gelenk-Innenhaut außerdem eine Entzündung aus, und es werden knorpelabbauende Substanzen freigesetzt. Diese Substanzen lösen nicht nur den Abrieb auf, sondern schädigen zusätzlich die Gelenkflächen. Es beginnt eine Art Teufelskreis, bei dem der Abrieb zur Entzündung führt und die Entzündung wiederum mehr und mehr Abrieb verursacht.

Durch den immer dünner werdenden Knorpel wird dann auch der darunter liegende Knochen stärker belastet und beginnt sich zu verhärten. Diese als Sklerose bezeichnete Verhärtung geht zusätzlich mit einer Bildung von Knochenwülsten an den Rändern des Knorpels einher. Beide Veränderungen sind im Röntgenbild gut zu erkennen.